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Gestaltungsseminar – steuerliche Nachfolgeplanung (7,5 FAO-Stunden)

Seminar-ID 26_220628-S-FA
Gebühr pro Person  345,00 € zzgl. 19% USt.
Ort: Online oder, Stephanstraße 25 – 70173 Stuttgart
Datum: 28. Juni 2022
Uhrzeit: 09:00 - 17:30 Uhr
Dozent(en):
Stein, Thomas, Dr., Steuerberater, Rechtsanwalt & Fachanwalt für Steuerrecht
ESF-gefördert: wird beantragt
Ansprechpartner Bauer

Seminarbeschreibung

1) Wichtige steuerliche Fragen bei der Testamentsgestaltung
a. Erbe vs. Vermächtnisnehmer
i. Grundüberlegung: Freibeträge vervielfältigen
ii. Vermögenszusammenhalt über Familien-KGs
iii. Wann ist ein formunwirksames Testament einem formwirksamen vorzuziehen?
b. Qualifizierte Nachfolgeklausel
i. Ausgestaltung von Gesellschaftsverträgen und Nachfolgedokumenten
in der gezielten Nachfolgeplanung
ii. Umdeutung in Eintrittsklausel durch BGH beim Vermachtnisnehmer
iii. Eintrittsklausel und 6 Monatsfrist des BFH
iv. Abfindungsloses Ausscheiden als Gestaltungsoption
v. Steuerliches Problem der Nichtmitübertragung des fkt. wesentlichen SBV
c. Teilentgeltlichkeit beim Vermächtnis
i. Erbe Gesamtsrechtsnachfolge
ii. Vermächtnis Einzelrechtsnachfolge
1. Grundstück
2. Nachsteuervorgang in der EStE
d. Ansässigkeit der Erben prüfen
i. Problem: § 6 Abs. 3 S. 3 EStG
ii. § 6 AStG
1. Neue Rechtsprechung bzgl. Schweiz
2. Hinweis: Verschärfung geplant
e. Grunderwerbsteuer/Umsatzsteuer und Nachfolgeplanung
i. BMF Schreiben und Rechtsprechung zu § 1 Abs. 3 GrEStG
ii. Achtung beim Nießbrauch, wenn keine andere Steuerbefreiung eingreift
1. Onkel vermacht Neffe Grundstück mit Nießbrauch für Lebensgefährtin
iii. Vermächtnis und Umsatzsteuer
f. Der Nachlassnießbrauch in der ertragsteuerlichen Betrachtung – handle with care!
g. Güterstand / Nationalität unbedingt prüfen;
i. Gütergemeinschaft
ii. Errungenschaftsgemeinschaft ausländischen Rechts
iii. Sonderfall USA im Bereich der Doppelbesteuerung
h. Problembereich Betriebsaufspaltungen beachten
i. Nießbrauch im Betriebsaufspaltungsfall – eher kritisch
ii. Nachfolgeplanungen mit erheblichen Steuerauswirkungen
1. Vermächtnisfall
2. Minderjährigkeitsfall
iii. Die unerkannte Betriebsaufspaltung – gerade bei modernen Geschäftsmodellen
iv. Anordnungen zur Vermögenssorge und Folgen für Betriebsaufspaltungen
und andere nachfolgeplanerische Aspekte
i. Ein bindendes gemeinschaftliches Testament ist kein K.O für weitere steuerliche
Nachfolgeplanung
j. Der Pflichtteilsanspruch als Berücksichtigungsaspekt in der Testamentsgestaltung
i. Zivilrechtliche Einwirkungsmöglichkeiten auf den Pflichtteilsanspruch
ii. Bedeutung des Pflichtteilsanspruchs in der Erbschaftsteuer
k. Kurzüberblick: Umgang mit überschuldeten/behinderten Erben

2) Aktuelle steuerliche Fragen der Nachfolgeplanung
a. Neues zu § 6 Abs. 3 / 5 EStG
i. Vortrag Mitunternehmerschaften
ii. Stellungnahme des X. Senats zur strengen Trennungstheorie; X R 18-19/18
b. Versorgungsleistungen
i. Altfall vor 2007 in der Ablösungsbetrachtung
ii. Wirkungsweise des § 10 Abs. 1a EStG
1. Sonderausgabenabzug
2. Unentgeltlichkeit
3. Wichtig: Nichtbeachtung des § 10 Abs. 1a EStG führt zur Teilentgeltlichkeit
a. Problem Nachsteuern
b. Problem Nießbrauchsablösung
4. Evtl. neue Grundsatzentscheidung zur
5. Wann wird die Entgeltlichkeit zum Vorteil?
c. Der Nießbrauch am Grundbesitz: Ein Standardfall mit Fußangeln
i. Lastentragungen als zivilrechtliche Verpflichtung
ii. Abzug der Lasten und § 14 BewG
iii. Gestaltungen bei Auslandsansässigkeit
iv. Kann der Nießbrauch am Grundbesitz als Unterhalt steuerbefreit sein?
d. Der Nießbrauch am Mitunternehmeranteil: Kurzüberblick: Wo steht die
Rechtsprechung und die Verwaltung?
e. BFH Rechtsprechung zur Aufgabe land- und forstwirtschaftlicher Betriebe durch
Schenkungen

3) Postmortale Gestaltungen aus steuerlicher Sicht

4) Erbschaftsteuer (Auszüge)
a. Mittelbare Hausratsschenkung und Nutzung versteckterer Freibeträge
b. Mittelbare Grundstücksschenkung; wieder en vogue im Hinblick auf
Bewertungsvorteile
c. Der Wegfall der Geschäftsgrundlage als steuerlicher Rettungsanker
d. Steuerliches Privatvermögen im Betriebsvermögen
e. Sonderfälle der Begünstigung nach § 13a, b ErbStG
i. Schenkung von LaFo Vermögen; eine schicke Variante
ii. Sylter Modell
iii. Strukturierung in begünstigte Vermögenswerte
1. Beimengungsüberlegungen
2. Nießbrauchsgesellschaft
3. Leasing Gesellschaft
4. Umstrukturierungen nach dem Erbfall und Auswirkung auf die
Begünstigung
f. Achtung bei der Nutzung der § 13 Abs. 1 Nr. 4a-c ErbStG bei Grundstücks-GbR und
anderen Übertragungsformen ohne Eigentum
g. Reparatur von Schenkungen über § 29 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG; eine Überlegung, die
gut vorbereitet sein will

5) Der sinnvolle Einsatz von Familien KGs in der Nachfolgeplanung auch unter steuerlichen Gesichtspunkten

Mit Nachweis für die Fachanwaltschaften “Erbrecht” oder “Handels- und Gesellschaftsrecht” oder “Steuerrecht” (7,5 FAO-Stunden)

Hinweis: Das vorliegende Seminar wird voraussichtlich vom ESF gefördert. Sofern Sie diese in Anspruch nehmen möchten, reichen Sie uns VOR Beginn des Seminars den Teilnehmerfragebogen sowie die Zielgruppenabfrage ergänzt um Ihre Angaben herein.
Hier geht es zu den Formularen:
Teilnehmerfragebogen
Zielgruppenabfrage

 

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