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Medizinrecht 2022 (7,5 FAO Stunden) -Modul 1: „Organisationsverschulden in der Medizin – (k)ein Behandlungsfehler wie jeder andere!?“ – Modul 2:„Die typischen Behandlungsfehler bei „kleineren“ Fächer (z.B. HNO, Dermatologie, Urologie, Radiologie etc.)" – Modul 3: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzliche Betreuung – Refresh und Probleme aus der Praxis

Seminar-ID 34_220712-S-FA
Gebühr pro Person  350,00 € zzgl. 19% USt.
Ort: Online oder, Stephanstraße 25 – 70173 Stuttgart
Datum: 12. Juli 2022
Uhrzeit: 09:00 - 18:00 Uhr
Dozent(en):
Neelmeier, Tim, Dr. -jur., Vorsitzender Richter am Landgericht Itzehoe
Hölzer, Helge, Dr. med., Rechtsanwalt und Facharzt der Chirugie, Fachanwalt für Medizinrecht.
Kunzi, Elke, Rechtsanwältin
Grub, Anna, Dr., Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht
ESF-gefördert: Ja
Ansprechpartner Bauer

Seminarbeschreibung

Modul 1 am Dienstag, 12.07.2022, 09.00 Uhr – 12.15 Uhr (3 FAO Stunden)
Organisationsverschulden in der Medizin – (k)ein Behandlungsfehler wie jeder andere!?
Dozent: Dr. jur. Tim Neelmeier,Richter am Landgericht Itzehoe

Seminarinhalt:

Soll aus anwaltlicher Sicht der Vorwurf medizinischer Organisationsdefizite im Prozess erfolgreich erhoben oder abgewehrt werden, stellen sich besondere Probleme im Vergleich zur „klassischen“ Frage nach einem Individualversehen des Behandlers. Die wachsende Relevanz des Themas erklärt sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Ökonomisierung des deutschen Gesundheitswesens, wie sie Ärztevertreter seit einigen Jahren berichten. Auch die damalige Vizepräsidentin des BGH und Vorsitzende des VI. Zivilsenates Müller warnte schon 2008 vor einer „schleichende[n] Reduzierung des Standards“ und sah für die Mediziner in den Haftungsrichtern „zunehmend (…) Bundesgenossen zur Aufrechterhaltung des Standards“. Doch obwohl ein Blick auf die übergeordneten Organisationsstrukturen gegenwärtig absolut in die Zeit passt (man denke nur an Stichworte wie „risk management“ oder „compliance“), bleibt die Frage der medizinischen Organisationsverantwortung mitunter allzu sehr im Schatten.

Ungeachtet dessen haben Organisationsdefizite in der Sache die Rechtsprechung sowohl im Arzthaftungs- als auch im Strafrecht immer wieder beschäftigt. Dabei ist im Ausgangspunkt davon auszugehen, dass die Einhaltung der fachlichen Standards (vgl. § 630a Abs. 2 BGB) auch die Pflicht zur allgemein ordnungsgemäßen Organisation umfasst, also etwa Auswahl und Überwachung von Personal, Bestimmung von Zuständigkeiten, Bereitstellung der gebotenen apparativen und medikamentösen Ausstattung, Einhaltung der Hygiene-Vorschriften, angemessene Vorbereitung auf Notfälle etc. Insbesondere die folgenden Problemkreise aus der Bearbeitung arzthaftungsrechtlicher Mandate sollen vertieft behandelt werden:

Wie bestimmen sich in Zeiten des Personalmangels die haftungsrechtlichen Mindestanforderungen an die Personalausstattung? Welche Rolle spielen hier die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und welches Gewicht haben Aussagen in Leitlinien zur Versorgungsinfrastruktur?

  • Wie können Sachverständige zur örtlichen Behandlungsinfrastruktur erschöpfend befragt werden unter Berücksichtigung der Vorgabe des BGH, dass ein „zwar nicht optimaler, aber noch ausreichender medizinischer Standard“ einzuhalten ist?
  • Welche anwaltlichen Argumentationslinien zu Inhalt und Grenzen des sogenannten „Vertrauensgrundsatzes“ bieten sich bei möglicherweise fehlerhaftem Zusammenwirken mehrerer Behandler an?
  • Welche Bedeutung kommt einer Patientenaufklärung über Ausstattungsdefizite der behandelnden Einrichtung zu, nachdem die Geltung der allgemein anerkannten fachlichen Standards in § 630a Abs. 2 BGB ausdrücklich unter dem Vorbehalt anderweitiger Vereinbarung steht?

 


Modul 2 am Dienstag, 12.07.2022, 12.45 Uhr – 15.30 Uhr (2,5 FAO Stunden)
Die typischen Behandlungsfehler bei „kleineren“ Fächer (z.B. HNO, Dermatologie, Urologie, Radiologie etc.)
Dozent: Dr. med. Helge Hölzer, Rechtsanwalt und Arzt, Fachanwalt für Medizinrecht

Seminarinhalt folgt in Kürze

 


 Modul 3 am Dienstag, 12.07.2022, 16.00 Uhr – 18.00 Uhr (2,0 FAO Stunden)
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzliche Betreuung – Refresh und Probleme aus der Praxis
Dozentinnen: Dr. Anna Grub, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht und Elke Kunzi, Rechtsanwältin

Seminarinhalt

Die Frage, wer bei Pflegebedürftigkeit im Alter für mich sorgen soll und wie ich am Lebensende behandelt werden will stellt sich für jeden von uns – auch außerhalb der beruflichen Tätigkeit. Rechtsanwälte, speziell Fachanwälte für Medizinrecht, werden in ihrem Berufsalltag immer wieder mit Fragen rund um Betreuungsbedürftigkeit, medizinische Behandlung und Versorgung am Lebensende konfrontiert, sei es in der Beratung und Vertretung von Ärzten, Krankenhäusern oder Patienten.

Das Seminar soll das Wissen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzlicher Betreuung auffrischen, neue Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung darstellen und praktische Tipps bei der juristischen Beratung und Umsetzung zu diesem Thema im anwaltlichen Alltag mitgeben. Dabei sollen insbesondere auch die Vor- und Nachteile von Vorsorgevollmacht und gesetzlicher Betreuung gegenübergestellt werden.

 

Mit Nachweis zur Vorlage nach § 15 FAO für die Fachanwaltschaft „Medizinrecht“ (7,5 Zeitstunden).


HYBRID-Seminare – Präsenz und Online verbinden:

Ein Hybrid-Seminar vereint die Eigenschaften einer Präsenz- und einer Online-Veranstaltung. Sie haben daher als Teilnehmer/in einer Hybrid-Veranstaltung die Möglichkeit, entweder an der Veranstaltung ONLINE teilzunehmen oder aber in PRÄSENZ.

Und das können Sie als ONLINE-Teilnehmer/in in einer HYBRID-Veranstaltung erwarten:

  • Sie hören und sehen den Dozenten aus der Perspektive des Präsenzteilnehmers
  • Sie können sämtliche Fragen der Präsenteilnehmer/innen sowie Diskussionen mit dem Dozenten akustisch hören, da der Seminarraum mit der neuesten Technik ausgestattet ist
  • Sie selbst können auch Fragen an den Dozenten über Ihr Mikrofon richten. Ihre Frage wird direkt in den Seminarraum akustisch übertragen
  • Die Präsentation des Dozenten ist selbstverständlich auch für Sie als ONLINE-Teilnehmer/-
  • in sichtbar

Und das können Sie als PRÄSENZ-Teilnehmer/in einer HYBRID-Veranstaltung erwarten:

Jede/r Seminarteilnehmer/in kann freiwillig vor Beginn der Veranstaltung einen Schnelltest bei uns im Institut durchführen. Dieser wird kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Unsere Seminarräume sind mit der neuesten Technik ausgestattet. So sind unsere Seminarräume mit industriellen Luftfilteranlagen ausgestattet und in sämtlichen Räumen sind Co2-Ampel installiert, die die Co2-Konzentrationen in den Räumen bemessen und anzeigen, wann eine Lüftung in den Räumen erforderlich ist.

Selbstverständlich werden bei der Bestuhlung die Abstandsregelungen eingehalten und die Maximalbelegung von Räumen ist sichergestellt.

Kurz und kompakt:

  • Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, entweder in Präsenz an der Veranstaltung teilzunehmen oder können sich virtuell in den Seminarraum einloggen
  • Die Seminarräume sind mit der neuesten Sicherheitstechnik ausgestattet
  • Präsenz-Teilnehmer/innen sind auf max. 20 Personen gedeckelt
  • Die Online-Teilnehmer/innen können die Fragen der Präsenzteilnehmer/innen sowie umgekehrt auch hören. Die Online-Teilnehmer/innen können das Seminar aus der Perspektive eine/r Präsenzteilnehmer/in verfolgen.

Sofern Sie ONLINE an einem Hybrid-Seminar teilnehmen möchten, geben Sie dies bitte bei Buchung unter „Bemerkungen“ ein.

Technische Voraussetzungen als ONLINE-Teilnehmer/in bei einem Hybrid-Seminar:

  • Computer oder mobiles Endgerät (Laptop, Tablet, Smartphone etc.) mit Lautsprechern oder alternativ: Kopfhörer bzw. Headset
  • Stabile Internetverbindung
  • Mikrofon (Audio): nicht Bedingung für Fragen, alternativ: Nutzung der Chat-Funktion
  • Web-Kamera (Video): nicht Bedingung
  • Webbrowser (Empfehlung: Google Chrome oder firefox) oder Zoom Client Software

Sofern Sie insoweit Fragen haben, können Sie uns jederzeit anrufen unter 0711/222155-50.

Ablauf:

Sie erhalten einen Tag vor Beginn des Seminars von uns eine E-Mail mit Logindaten zu der Veranstaltung. Weiter erhalten Sie mit dieser E-Mail das Skript/die Präsentationsunterlagen des Dozenten. Wir empfehlen, die Seminarunterlagen vorab auszudrucken, damit Sie das Seminar besser verfolgen können und ebenfalls während des Vortrags entsprechende Notizen anbringen können.

Wir empfehlen Ihnen, ca. 15 Minuten vor Seminarbeginn über die Zugangsdaten dem Seminar beizutreten.

Das Seminar startet sodann in der vorgegebenen Uhrzeit. Sie sehen auf Ihrem Bildschirm zum einen die Präsentationsunterlagen des Dozenten und zum anderen den Dozenten selbst. Sie können jederzeit mit dem Dozenten als auch mit den anderen Teilnehmer/innen entweder über den Chat oder verbal kommunizieren.

Anwesenheitskontrolle:

In den Präsentationsunterlagen sind verschiedene Tierbilder eingepflegt. Sie werden von uns am Ende der Veranstaltung aufgefordert, die von Ihnen gesichteten Tierbilder in den Chat zu schreiben. Der Chat ist zu diesem Zeitpunkt so geschaltet, dass Sie ausschließlich mit uns als Veranstalter kommunizieren können und die anderen Teilnehmer/innen nicht Ihre Eingabe sehen.

Nach Prüfung Ihrer Anwesenheit erhalten Sie erhalten einige Tage nach der Veranstaltung das Fortbildungszertifikat auf dem Postweg übermittelt.

 

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