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Nießbrauch in der Gestaltungspraxis (7,5 FAO-Stunden)

Seminar-ID 27_211201-S-FA
Gebühr pro Person  290,00 € zzgl. 19% USt.
Ort: Online, Veranstaltung
Datum: 1. Dezember 2021
Uhrzeit: 09:00 - 17:30 Uhr
Dozent(en):
Stein, Thomas, Dr., Steuerberater, Rechtsanwalt & Fachanwalt für Steuerrecht
Baßler, Johannes, Dr.,Rechtsanwalt, Steuerberater und Partner der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg, Hamburg
ESF-gefördert: nein, im Moment stehen leider keine weiteren Fördergelder für 2021 zur Verfügung
Ansprechpartner Bauer

Seminarbeschreibung

Nießbrauchsbestellungen sind ein Standardgestaltungsmittel der Nachfolgeplanung. Entsprechend facettenreich ist ihr Einsatzfeld, sowohl bezogen auf die jeweils nießbrauchsbelasteten Gegenstand wie auch im Hinblick auf die Ausgestaltung des Nießbrauchsrechts im Einzelfall.

Insbesondere die Übertragung von Gegenständen unter Nießbrauchsvorbehalt wirft immer wieder neue steuerrechtliche Fragestellungen auf, eröffnet gleichzeitig aber auch Gestaltungsmöglichkeiten. Rechtsprechung und Verwaltung stellen den Praktiker vor zahlreiche Hürden, sowohl bei der Umsetzung von Nießbrauchsgestaltungen wie in der laufenden steuerlichen Beratung.

Das an praktischen Bedürfnissen orientierte Seminar behandelt in Abgrenzung der jeweiligen Nießbrauchsarten bezogen auf Grundstücke, Kapitalvermögen, Kapitalgesellschafts- und Personengesellschaftsanteile, Nachlässe und Einzelunternehmen die zivilrechtlichen und steuerlichen Probleme und Gestaltungsansätze. Dabei wird auch die aktuelle Rechtsprechung vor allem des II., IV. und VIII. Senats zu Nießbrauchsfällen behandelt.

Seminarinhalt:
Einleitung
–    Die Arten des Nießbrauchs
–    Alternativen in der Nachfolgegestaltung zum Nießbrauch (Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung, disquotale Gewinnverteilung)
Zivilrecht
–    Rechtsfragen der Bestellung (Form, Beteiligung Minderjähriger)
–    laufende Partizipations- und Mitbestimmungsrechte am Beispiel des Grundstücksnießbrauchs
–    Rechte des Nießbrauchers bei Veränderung und Veräußerung des belasteten Gegenstands
–    Verhältnis zwischen Nießbraucher und Eigentümer bei und nach Beendigung
–    zivilrechtliche Besonderheiten (Nießbrauch an Rechten, Nießbrauch an ertragsfreiem Vermögen, insb. unverzinslichen Forderungen)
Der Nießbrauch am Grundvermögen (Steuerrecht)
–    Erzielung der Einkünfte und Abzugsfähigkeit von Aufwendungen/Abschreibungen
–    Ertragsteueroptimierte Gestaltungen
–    Erbschaftsteuerliche Folgen bei der Zuwendung des Grundstücks unter Nießbrauchvorbehalt und bei der Zuwendung eines Nießbrauchs an einem Grundstück
Der Nießbrauch am Kapitalvermögen
Nießbrauch am Wertpapierdepot
–    Abgrenzung von Substanz und Ertrag
–    Ertragszurechnungen für Zwecke der Besteuerung
–    Umschichtungen im Kapitalstock
–    Erbschaftsteuerfragen rund um das nießbrauchbelastete Kapitalvermögen
Nießbrauch am GmbH-Anteil
–    Anteilszurechnung und Ertragszuweisung
–    Abgrenzung von Substanz und Ertrag bei Dividenden insb. in Bezug auf Bildung und Auflösung von Rücklagen
–    Die Nießbrauchsablösung und deren Folgen
–    Erbschaftsteuerliche Begünstigung bei der Übertragungen von Geschäftsanteilen unter Nießbrauchsvorbehalt
Der Nießbrauch am Personengesellschaftsanteil
–    Die aktuelle Rechtsprechung des IV. Senats zur Mitunternehmerstellung in Nießbrauchsfällen
–    Nießbrauchsgestaltungen vor dem Hintergrund der aktuellen BMF Schreiben
–    Anforderungen an Stimm- und Partizipationsrechte
–    Die Berechtigung am Ertrag und Aufteilung des laufenden Gewinns
–    Steuerentnahmerechte und deren zweckmäßige Regelung
–    Sonder- und Vorabvergütungen bei nießbrauchsbelasteten Anteilen
–    Steuerfolgen der Beendigung des Nießbrauchs
–    Vorbehaltsnießbrauch und Zuwendungsnießbrauch in der Erbschaftsteuer
–    Exkurs: Zuwendungsnießbrauch am Personengesellschaftsanteil und Abschreibungen auf Gegenstände des gesamten Vermögens
Sonderfragen
Nachlassnießbrauch
–    Steuerfolgen und Zweckmäßigkeit
–    Sonderprobleme beim Verzicht auf den Nachlassnießbrauch (insbesondere Begründung und Beendigung von Betriebsspaltungen)
Der Nießbrauch am Gewerbebetrieb
–    Ertragspartizipation von Geschäftsinhaber und Nießbraucher
–    Gefährdung der Buchwertneutralität gemäß § 6 Abs. 3 EStG beim Nießbrauch am Gewerbebetrieb?
–    Betriebsaufspaltung und Zuwendung unter Nießbrauchsvorbehalt
Nießbrauch und Umwandlung (Kurzüberblick)

Mit Nachweis zur Vorlage nach § 15 FAO für die Fachanwaltschaft „Erbrecht“, “Familienrecht” oder “Steuerrecht” (7,5 FAO-Stunden).


Technische Voraussetzungen als ONLINE-Teilnehmer/in :

  • Computer oder mobiles Endgerät (Laptop, Tablet, Smartphone etc.) mit Lautsprechern oder alternativ: Kopfhörer bzw. Headset
  • Stabile Internetverbindung
  • Mikrofon (Audio): nicht Bedingung für Fragen, alternativ: Nutzung der Chat-Funktion
  • Web-Kamera (Video): nicht Bedingung
  • Webbrowser (Empfehlung: Google Chrome oder firefox) oder Zoom Client Software

Sofern Sie insoweit Fragen haben, können Sie uns jederzeit anrufen unter 0711/222155-50.

Ablauf:

Sie erhalten einen Tag vor Beginn des Seminars von uns eine E-Mail mit Logindaten zu der Veranstaltung. Weiter erhalten Sie mit dieser E-Mail das Skript/die Präsentationsunterlagen des Dozenten. Wir empfehlen, die Seminarunterlagen vorab auszudrucken, damit Sie das Seminar besser verfolgen können und ebenfalls während des Vortrags entsprechende Notizen anbringen können.

Wir empfehlen Ihnen, ca. 15 Minuten vor Seminarbeginn über die Zugangsdaten dem Seminar beizutreten.

Das Seminar startet sodann in der vorgegebenen Uhrzeit. Sie sehen auf Ihrem Bildschirm zum einen die Präsentationsunterlagen des Dozenten und zum anderen den Dozenten selbst. Sie können jederzeit mit dem Dozenten als auch mit den anderen Teilnehmer/innen entweder über den Chat oder verbal kommunizieren.

Anwesenheitskontrolle:

In den Präsentationsunterlagen sind verschiedene Tierbilder eingepflegt. Sie werden von uns am Ende der Veranstaltung aufgefordert, die von Ihnen gesichteten Tierbilder in den Chat zu schreiben. Der Chat ist zu diesem Zeitpunkt so geschaltet, dass Sie ausschließlich mit uns als Veranstalter kommunizieren können und die anderen Teilnehmer/innen nicht Ihre Eingabe sehen.

Nach Prüfung Ihrer Anwesenheit erhalten Sie erhalten einige Tage nach der Veranstaltung das Fortbildungszertifikat auf dem Postweg übermittelt.

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