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Medizin-/Sozial-/Versicherungsrecht 2021 (15 FAO-Stunden an zwei Tagen) Tag 1: "Das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung – Leistungen und Ansprüche für Versicherte“ sowie „Krankenhaus(vergütungs)Recht – Tipps aus richterlicher Sicht“ – Tag 2: "Personenschaden 2021 – Berechnung, Durchsetzung und Abwehr von Ansprüchen"

Seminar-ID 2021_SozR_komp
Gebühr pro Person  690,00 € zzgl. 19% USt.
Ort: Stephanstraße 25 – 70173 Stuttgart, oder Online
Datum: 12. November 2021 - 13. November 2021
Uhrzeit: 09:00 - 17:30 Uhr
Dozent(en):
Phieler, Michael, Vorsitzender Richter am Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen
Ernst, Hans-Günter, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht
ESF-gefördert: Ja
Ansprechpartner Bauer

Seminarbeschreibung

Tag 1: Freitag, 12.11.2021, 09.00 Uhr – 17.30 Uhr
„Das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung – Leistungen und Ansprüche für Versicherte“ sowie „Krankenhaus(vergütungs)Recht – Tipps aus richterlicher Sicht“
Dozent: Vors. Richter am LSG Michael Phieler

“Das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung – Leistungen und Ansprüche für Versicherte” (5-stündig)
“Krankenhaus(vergütungs)Recht – Tipps aus richterlicher Sicht” (2,5-stündig)

Inhalte:

Im ersten Teil (5 Stunden) wird die Reaktion der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung auf – neue – Erkrankungen gezeigt und dem Rechtsanwalt/Fachanwalt eine Übersicht über relevante Leistungsarten und die zugehörigen Anspruchsgrundlagen präsentiert. Dabei stehen die gesetzliche Systematik und Anwendungsbeispiele im Vordergrund (Stichworte: evidenzbasierte Medizin und Gemeinsamer Bundesausschuss; individualbasierte/personifizierte Medizin; vertragliche/außervertragliche Leistungsansprüche; Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB); Sachleistung und Kostenerstattung; Ästhetik und Krankheit; Ansprüche aus Gesetz, Satzung, Privatvertrag).

Daneben können die Teilnehmer/innen jederzeit „Wunsch-Themen“ mitteilen, die sodann behandelt werden. Oft gewünscht sind zB  aktuelle Entwicklung der Liposuktion bei Lipödem; Mammareduktions- und andere plastiken incl. Krankheit, Kausalität, entstellende Wirkung; PET/CT, MRT; Krankengeld – Arbeitsunfähigkeit, AU-Bescheinigung, Höhe und Dauer des Kg; § 51 SGB V: vom Krankengeld in den Rentenbezug; Cannabis: § 31 Abs. 6 SGB V;  Hilfsmittel zur Mobilität (Krankenbehandlung und Behinderungsausgleich, unmittelbarer und mittelbarer Behinderungsausgleich, Möglichkeiten und Grenzen der Hilfsmittel-Wahl); § 13 III a SGB V – Voraussetzungen und Rechtsfolgen; § 2 I a SGB V – Anwendungsbereiche).

Die zur Verfügung gestellte sehr umfangreiche Präsentation versteht sich als Angebot. Die konkrete Themenauswahl erfolgt durch die Teilnehmer/innen.

Im zweiten Teil (2,5 Stunden) werden – als Teil des Leistungserbringerrechts der gKV – Vergütungsstreite zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen in den verschiedenen Verfahrensstufen betrachtet und Tipps für Vortrag und Argumentation in Rechtsstreiten gegeben. Dabei spielt auch der Wechsel im Vorsitz des 1. Senats des BSG am 1.1.2020 eine Rolle.

In beiden Teilen der Veranstaltung werden jeweils Tipps für das Verwaltungs-, Widerspruchs-, Klage und einstweilige Rechtsschutzverfahren gegeben.


Tag 2: Samstag, 13.11.2021, 09.00 Uhr – 17.30 Uhr
Personenschaden 2021 – Berechnung, Durchsetzung und Abwehr”
Dozent: Vors. Richter am OLG Hans-Günter Ernst

In dem Seminar wird die aktuelle Rechtsprechung zum Personenschaden – insbesondere zur Höhe – strukturiert dargestellt, analysiert und für die anwaltliche Praxis strategisch aufbereitet. Chancen und Risiken des Abfindungsvergleichs werden ebenso besprochen wie Besonderheiten zum Erwerbschaden, den Vermehrten Bedürfnissen, dem Haushaltsführungsschaden und dem Schmerzensgeld. Zur erfolgreichen Beweisführung werden erneut Fragetechniken, der optimale Umgang mit dem medizinischen Sachverständigen und dessen Haftungsrisiken erläutert.

Im Einzelnen u.a.:

Zum Abfindungsvergleich

  • Wirksamkeit eines Prozessvergleichs bei fehlender vormundschaftlicher Genehmigung durch das Familiengericht; Anforderung an die Annahme eines gerichtlichen Vergleichsvorschlags
  • Beratungspflichten beim Abfindungsvergleich (Vergleich oder Klage?)
  • Formulierung des Abfindungsvergleichs/Haftungsfallen
  • Auslegung lückenhafter Abfindungsvergleiche
  • Der Einfluss von Drittleistungen
  • Notwendige Vorbehalte aus Sicht des Geschädigten
  • Umfang des Verzichts auf immaterielle und materielle Zukunftsansprüche
  • Anfechtung/Störung der Geschäftsgrundlage

Zur Beweisführung

  • Haftung des gerichtlichen Sachverständigen: Schadenersatz bei fehlerhaftem Gutachten
  • Kausalität/Zurechnungszusammenhang
  • Zutreffende Befragung des medizinischen Sachverständigen

Zum Unterhaltsschaden

  • Zu der Berechnung eines Unterhaltsschadens der Witwe, die neben ihrem getöteten Mann zum Familienunterhalt beigetragen hat.
  • Berechnung des Unterhaltsschadens (Haushaltsführungs- und Erwerbsschaden)

 Haushaltsführungsschaden

  • Neue Methoden der Berechnung
  • Schätzung bei fehlenden Tabellenwerken
  • Haushaltsführungsschaden bei Aufenthalt im Krankenhaus
  • Höchstalter für den Haushaltsführungsschaden?
  • Stundensatz für den Pflegebereitschaftsdienst
  • Schadenminderungspflichten
  • Verletzungsbedingte Einschränkung der wegen einer sittlichen Verpflichtung erfolgenden Haushaltsführung bei den betagten Eltern
  • Verletzter/Getöteter Haushaltsführer/Eheähnliche Lebensgemeinschaften: Einfluss von Drittleistungen

Zum Verdienstausfall

  • Darlegungs- und Beweislast des geschädigten angestellten Arztes hinsichtlich eines geltend gemachten Verdienstausfalls
  • Erwerbsschaden bei Verlust des Anspruchs auf ALG II
  • Steuern beim Verdienstausfallschaden
  • „Fiktiver Verdienstausfallschaden“
  • Schlüssige Darlegung des Minderverdienstes bei Ausfall- und Fortkommensschaden
  • Anrechnung des Mitverschuldens/Quotenvorrechte
  • Drittleistungen

Zum Schmerzensgeld

  • Abschlag beim Zeitaufwand für die Versorgung eines Tieres wegen der allgemeinen Lebensfreude, die damit einhergeht
  • Abgrenzung zur vollständigen Persönlichkeitszerstörung
  • Schmerzensgeld für einen Rettungsassistenten während eines Verkehrsunfallleinsatzes
  • Teilklage – Einsatz- und Formulierungsmöglichkeiten
  • Schmerzensgeld für erlittene Körperverletzungen: Vom Klageantrag erfasste Schadensfolgen

Zu Vermehrten Bedürfnissen

  • Beschäftigung einer Pflegeperson/Betreuungsaufwand naher Angehöriger
  • Stundensatz für den personellen Pflegemehrdarf
  • Berechnung der Vermehrten Bedürfnisse bei einer Querschnittlähmung
  • Ersatzfähiger Aufwand: Zumutbare Lebensgestaltung
  • Gibt es eine allgemeine Obergrenze auf den doppelten Betrag (oder ein anderes Vielfaches) der jeweiligen Heimunterbringungskosten?
  • Umfang der vermehrten Bedürfnisse des Geschädigten nach einem Verkehrsunfall

Mit Nachweis zur Vorlage nach § 15 FAO für die Fachanwaltschaften  “Medizinrecht” oder “Sozialrecht” oder “Verkehrsrecht” oder “Versicherungsrecht”  (15 Zeitstunden).

Hinweis: Das vorliegende Seminar wird voraussichtlich vom ESF gefördert. Sofern Sie diese in Anspruch nehmen möchten, reichen Sie uns VOR Beginn des Seminars den Teilnehmerfragebogen sowie die Zielgruppenabfrage ergänzt um Ihre Angaben herein.
Hier geht es zu den Formularen:
Teilnehmerfragebogen
Zielgruppenabfrage

 

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