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Anwaltliches Sozietätsrecht: tiefgreifende Änderungen im Jahr 2022 und weitere Neuerungen im anwaltlichen Berufsrecht (3 FAO-Stunden)

Seminar-ID 210614_2-S-FA
Gebühr pro Person  125,00 € zzgl. 19% USt.
Ort: Online, Veranstaltung
Datum: 25. Oktober 2021
Uhrzeit: 15:00 - 18:00 Uhr
Dozent(en):
Siegmund, Alexander Dr., ASR Astner Sünkenberg Rechtsanwälte, München
ESF-gefördert: Nein
Ansprechpartner Yasmin Vellidis

Seminarbeschreibung

Mit dem Gesetz zur Neuregelung des Berufsrechts der anwaltlichen und steuerberatenden Berufsausübungsgesellschaften sowie zur Änderung weiterer Vorschriften im Bereich der rechtsberatenden Berufe tritt im Jahr 2022 das neue anwaltliche Sozietätsrecht in Kraft. Danach müssen zukünftig (fast) alle Anwaltsgesellschaften zugelassen werden. Lediglich Personengesellschaften, bei denen keine Beschränkung der Haftung der natürlichen Personen vorliegt und denen als Gesellschafter und als Mitglieder der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane ausschließlich Rechtsanwälte oder andere besondere Personengruppen angehören, ist die Zulassung freigestellt. Mit der Zulassung erhalten alle Sozietäten zukünftig ein eigenes „beA“ (Gesellschaftspostfach).

Das anwaltliche Gesellschaftsrecht wird zukünftig rechtsformneutral ausgestaltet sein. Mit der jüngsten Novellierung des Personengesellschaftsrechts werden somit auch bspw. die Gründung der GmbH & Co KG zulässig. Zudem fallen zahlreiche berufsrechtliche Schranken: Doppelstöckige Gesellschaften werden möglich. Auf Mehrheitserfordernisse in der Geschäftsführung und Gesellschafterstruktur wird verzichtet. Die Gesellschaft muss nur durch Anwälte handlungsfähig bleiben. Die interprofessionelle Zusammenarbeit wird erleichtert. Zudem können sogar Gesellschaften aus Nicht-EU-Staaten Rechtsdienstleistungen in Deutschland durch Anwälte mit deutscher Zulassung oder europäische Rechtsanwälte erbringen. Darüber hinaus betreffen zahlreiche Änderungen bspw. die Adressierung von Berufspflichten, die Berufshaftpflichtversicherung und die Bürogemeinschaften, die erstmals definiert und geregelt werden.

Mit dem neuen Gesetz und weiteren gesetzlichen Neuerungen wird auch an anderen Stellen in BRAO, RVG und RDG eingegriffen. Bspw. wird das Verbot des Erfolgshonorars eingeschränkt und das Verbot der Interessenkollision wird ausgeweitet. Im Sinne einer Tour d’Horizon werden auch diese Neuerungen kurz angesprochen.

Mit Nachweis für die Fachanwaltschaft “Handels- und Gesellschaftsrechts” (3 FAO-Stunden)

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